Im Rahmen der EU-finanzierten Initiative CLUSTERS 2.0 wurden umfangreiche Maßnahmen zum Aufbau eines hypervernetzten Netzes von Logistikzentren und Clustern durchgeführt. Ihre Abschlussveranstaltung, bei der innovative Lösungen vorgstellt werden, findet am 26. März in Brüssel statt.
Logistik-Cluster sind entscheidend zur Förderung von Wachstum, Beschäftigung und Wettbewerbsfähigkeit. Sofern sie gut aufgestellt sind, könnten sich diese geografisch konzentrierten Gruppen von logistikbezogenen Unternehmen und Betrieben, wie Transportunternehmen, Lagerhäuser und Drittanbieter von Logistikdienstleistungen zu florierenden Innovationsquellen entwickeln. Das EU-finanzierte Projekt CLUSTERS 2.0 (Open network of hyper connected logistics clusters towards Physical Internet) wurde mit der Vision ins Leben gerufen, das volle Potenzial der europäischen Logistik-Cluster freizusetzen und hat erhebliche Fortschritte bei der Verbesserung der Leistung und Koordination von Terminals und Knotenpunkten in einem Cluster erzielt.
CLUSTERS 2.0 steht kurz vor der Fertigstellung und wird am 26. März bei einer Abschlussveranstaltung in Brüssel im Rampenlicht stehen, bei der eine Reihe von Themen wie IT-Technologien, physisches Internet, Zusammenarbeit und Nachhaltigkeit behandelt werden, wie auf der Projektwebsite zu lesen ist. Verschiedene Lösungen und Ergebnisse von CLUSTERS 2.0 werden ebenfalls auf der eintägigen Veranstaltung in Brüssel vorgestellt. Hauptziel von CLUSTERS 2.0 ist es, einen Werkzeugkasten für die Logistik der Zukunft bereitzustellen, einschließlich groß angelegter IT-Anwendungen, welche die Koordination innerhalb und zwischen den Logistik-Clustern aufbauen und erleichtern. Ferner werden die horizontale Zusammenarbeit, die Modularisierung und die Normung von Ladeeinheiten behandelt.
Das Projekt CLUSTERS 2.0 unternahm mehrere Schritte zur Entwicklung kosteneffizienter und investitionsintensiver Lösungen mit geringem Kapitalbedarf für den verbesserten Warenumschlag und -transport. Das hypervernetzte offene Netzwerk von Logistik-Clustern und -Zentren funktioniert „im Rahmen von TEN-V“, wie auf der Website Projekt-Website angegeben ist. CLUSTERS 2.0 legte den Grundstein zu einem solchen Netzwerk, indem es Möglichkeiten zur Verbindung von Frachtzentren über das physische Internet entwickelte. Die Politik der EU für das transeuropäische Verkehrsnetz (TEN-V) befasst sich mit der Entwicklung eines europaweiten Netzes von Eisenbahnlinien, Straßen, Binnenwasserstraßen, Seeschifffahrtswegen, Häfen, Flughäfen und Eisenbahnterminals. Eine Steigerung des Güterverkehrsaufkommens auf der Schiene ist ein zentraler Bestandteil der nachhaltigen Verkehrsstrategie der EU. 30 % der Warenströme mit einer Entfernung von mehr als 300 km sollen bis 2030 und 50 % bis 2050 auf die Schiene verlagert werden.
Zu den Drehscheiben von CLUSTERS 2.0 gehören Saragossa (PLAZA), Duisburg (Duisport), Lille (Dourges), Bologna-Triest (Interporto/Hafen Triest), Brüssel (BruCargo), London (Heathrow), Piräus (PCT) und Trelleborg (Hafen). Das Projekt nutzt Reallabore, um die Lösungsansätze zu testen, zu verbessern und zu validieren und die erforderlichen Geschäftsmodelle zu entwickeln. Diese Lösungen wurden bereits getestet und demonstriert. Zu den Reallaboren von CLUSTERS 2.0 gehören das Proximity Terminal Network (PTN) und das Cluster Community System (CluCS). Das CluCS ist eine IT-Plattform, die die Verwaltung von PTN und Operationen durch ein effizientes Informationsmanagement unterstützt.
Die zentralen Lösungen von CLUSTERS 2.0 sind neue modulare Ladeeinheiten (NMLU), das Cluster Community System (CluCS), ein Projekt zur Massifizierung sowie die Buchungs-App für Zeitnischen „SlotBooking“. Das Projekt CLUSTERS 2.0 endet im April 2020.
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